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Das Casino Wiesbaden gehört zu den schönsten Spielbanken Europas und zieht seit über 230 Jahren die Menschen in seinen Bann, darunter Kaiser, Könige und Künstler, Literaten, Musiker und Bohémiens. Wie viele andere auch stellten u.a. Fjodor Dostojewski und Richard Wagner im Casino Wiesbaden ihr Glück auf die Probe.
Das Casino hat eine wechselvolle Geschichte:
1771 Die Geschichte des Casinos beginnt als Fürst Carl von Nassau-Usingen erstmals einen Wiesbadener Bankhalter konzessioniert. Zunächst gilt noch das sog. Residenzverbot – ein Besuchs- und Spielverbot für Bürger der Stadt Wiesbaden. 1782 Roulette wird zum Sinnbild des Glücksspiels, als den Bürgern der Nachbarstadt Mainz das Kartenspiel verboten wird. 1830 Das Glücksspiel blüht. Das Casino zieht in den neuen Kursaal des Kurhauses um. Der Neubau des eigentlichen Spielsaals folgt. 1834 Der Pächter Chabert bekommt das Glücksspiel-Monopol von Nassau mit den Casinos Wiesbaden, Bad Ems, Schlangenbad und Langenschwalbach. 1849 Das Aus für die Bank! Während der Revolution kann kurzfristig nicht gespielt werden. Dennoch wird sieben Jahre später aus den Casinos Wiesbaden und Bad Ems eine Aktiengesellschaft. 1865 Ein historisches Jahr für die Weltliteratur und das Wiesbadener Casino: Fjodor Dostojewski verliert 3.000 Goldrubel auf einen Schlag und diktiert aus Geldnot in Rekordzeit von 26 Tagen seinen berühmten autobiografischen Roman "Der Spieler". 1907 Das neue Kurhaus wird eröffnet. Kaiser Wilhelm II. förderte seinen Bau, um Wiesbadens geliebte Architektur zu bereichern. Im zweiten Weltkrieg wird es teilweise zerstört. 1868-1949 Die Spielbanken werden zunächst durch die Regierung des Norddeutschen Bundes verboten; der Spielbetrieb in Wiesbaden wird zum Ende des Jahres 1872 eingestellt. Auch nach dem ersten Weltkrieg bleibt das Casino Wiesbaden geschlossen. 1933 erfüllt Wiesbaden zwar alle gesetzlichen Auflagen, ein Casino bekommt dennoch nur Baden-Baden. 1949 Die Bank darf im Foyer des Theaters wieder das Spiel eröffnen. Ein erneuter Vorstoß im Bundestag zum Verbot von Spielbanken scheitert 1952. 1984 Nach fast dreißig Jahren im Christian-Zais-Saal des Kurhauses zieht das Casino nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten in das heutige Domizil – in Weinsaal und Wintergarten. 1986 Das Residenzverbot aus dem Jahr 1771 fällt: Das Besuchs- und Spielverbot für Bürger der Stadt Wiesbaden wird aufgehoben. 1991 - Die Casino-Experten Wilfried Achterfeld, John Jahr sowie die Gastronomen Roland Kuffler und Gerd Käfer erhalten von der Stadt Wiesbaden die Konzession zum Betreiben des Casinos. Seitdem haben mehr als 6 Millionen in- und ausländische Gäste das Casino Wiesbaden besucht.
- Am 13. Mai feiern 2.000 geladene Gäste die Eröffnung des Käfer’S Bistro. Mit dabei sind u.a. Hans-Jürgen Bäumler, Claus-Theo Gärtner, Uschi Glas, Rainer Hunold, Marika Kilius, Dieter Kürten, Dunja Rajter, Rill Ramsey, Heinz Schenk, Ilse Werner und viele andere Prominente.
1992 Am 11. Dezember bekommt die Spielbank von der Sektkellerei Henkell & Söhnlein den legendären „Dostojewski-Kessel“ als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. 1993 - findet erneut eine Premiere im Casino statt: Die erste Bilderausstellung wird dem Publikum präsentiert. Aussteller ist der Frankfurter Künstler Kita Kittel.
- Führt die Casinoleitung am 15. September als eine der ersten Spielbanken Deutschlands das Pokerspiel „Seven Card Stud“ ein. Nach den in Wiesbaden entwickelten deutschsprachigen Poker-Regeln – auch für die Varianten „Texas Hold’em“ und „Omaha“ – wird inzwischen im ganzen deutschsprachigen Raum gepokert. Übrigens: Wiesbaden gilt noch heute unter vielen Spielern als die Poker-Hochburg Deutschlands.
- Die ersten weiblichen Croupiers werden als studentische Aushilfen eingestellt.
1994 - Dreht an Fronleichnam (einem der wenigen geschlossenen Tage) der berühmte Regisseur Dieter Wedel in der Spielbank für den Film „Der Schattenmann“. Mit dabei sind die Schauspielergrößen Mario Adorf, Stefan Kurt, Heinz Hoenig, Christine Reinhart und Heiner Lauterbach.
- Am 29. Oktober findet im Casino die Vorrunde zur 2. Deutschen Pokermeisterschaft statt.
1995 - am 10. Februar wird offiziell eine Bronzebüste des bekannten Künstlers Gabriel Glikman durch Oberbürgermeister Achim Exner in der Spielbank enthüllt, die den berühmten russischen Schriftsteller Fjodor Dostojewski darstellt.
- Im Sommer wird das Automatenspiel aufwändig umgestaltet.
1996 - feiert die Spielbank Wiesbaden am 14. Februar ihren 225. Geburtstag mit 225 geladenen Gästen, u.a. mit dem unvergessenen Hans Joachim Kuhlenkampff, der Tucholsky liest. Im Rahmen dieser Feier schenkt die Spielbank der Stadt die vorerwähnte Dostojewski-Büste, die seitdem im Kurpark am Nizzaplätzchen steht.
- Findet erneut eine Premiere im Casino statt: Das erste Konzert im großen Roulette-Saal wird dem Publikum präsentiert. Bis heute wird diese Tradition im „schönsten Konzertsaal Europas“ gepflegt und erfreut sich größter Beliebtheit.
- Die Spielbank lässt von Stadtrat Erhard Niedenthal das Buch „225 Jahre Spielbank Wiesbaden“ schreiben – eine faszinierende Chronik der Spielbank und der Stadt von 1771 bis 1996.
1997 Das Casino führt die selbst entwickelte und gebrauchsmustergeschützte Roulette-Variante „Roulite“ ein. 1998 Im November gewinnt ein Frankfurter Gast rund 1,1 Millionen DM im Klassischen Spiel. 1999 - Am 29. Oktober feiert die Spielbank mit 200 Gästen „50 Jahre Wiedereröffnung nach dem Krieg“. Ein schöner Anlass für die Spielbank, ihr neues Logo vorzustellen.
- Die Spielbank stellt im November als erstes der rund 300 europäischen Casinos die neuen Euro-Jetons vor.
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2000 - Erhält die Spielbank als wahrscheinlich erstes Casino weltweit, bestimmt jedoch als erstes der rund 50 deutschen Casinos, für sein Klassisches Spiel und das Automatenspiel die Zertifizierung nach der DIN EN ISO 9002 Norm.
- Der 20. Februar ist ein rabenschwarzer Tag für das Casino: Ein Frankfurter Geschäftsmann gewinnt beim Roulette in einem einzigen Spiel 550.000 DM – er hatte alles auf die "8" gesetzt. Bereits einen Tag vorher hatte er das Casino mit einem Gewinn von über 200.000 DM verlassen.
2001 - Feiern die Kurhaus Gastronomie und die Spielbank Wiesbaden 10 Jahre Konzession in Wiesbaden.
- Am 2. März führt das Casino die nächste Weltneuheit ein: die "Wiesbadener Superzahl". Anstatt z.B. nur das 35-fache des Einsatzes bei einem Treffer auf einer vollen Zahl zu gewinnen, verspricht diese revolutionäre Erfindung des spieltechnischen Leiters Gerhard Schmulder den bis zu 175-fachen Gewinn – ohne zusätzlichen Einsatz.
- Im Juli ermöglicht es das Casino einer ehemaligen Zwangsarbeiterin, auf den Spuren ihrer Vergangenheit zu wandeln. Die Spielbankleitung lädt die 75jährige Ukrainerin für ein Wochenende in die Landeshauptstadt ein.
2002 Der höchste JackPot Deutschlands wird am 19. Dezember geknackt. Ein Gast gewinnt im Automatenspiel über 675.000 Euro. 2003 - Ab dem 1. April bietet das Casino auch Online ein Roulette-Spiel an. Zunächst können Interessierte nach dem Motto "Fun Game – Fun Money – Just 4 Fun" die Gunst Fortunas unter www.spielbank-wiesbaden.de testen.
- Wieder ein Novum: Im Klassischen Spiel wird eine Roulette-Insel mit Touch-Bet Stationen installiert.
- Im Oktober schreibt die Spielbank tiefrote Zahlen – ein Gast gewinnt beim BlackJack über 300.000 Euro.
2004 - Im Mai baut die Spielbank die Führungsebene aus. Klaus Gülker und Thomas von Stenglin leiten fortan gemeinsam die Geschicke des Casinos.
- Am 16. Juli wirft Hessens Innenminister Volker Bouffier die erste Kugel bei der Deutschlandpremiere des Wiesbadener Online Roulettes. Das Casino ist Deutschlands einzige Spielbank mit regulärem und konzessioniertem Online-Spielbetrieb.
- Im August gewinnt ein Scheich aus Kuwait die unglaubliche Summe von € Mio. 1,5 am Roulette-Tisch.
- Im Dezember knackt ein Gast im Automatenspiel den Keno-JackPot. Die unvorstellbare Gewinnsumme: 514.811 Euro.
2005 - Erhöht die Casinoleitung im April das Maximum beim BlackJack. Ab sofort werden Einsätze bis 10.000 Euro pro Box akzeptiert.
- Im Oktober starten die BlackJack-Sonntagsturniere der Spielbank.
- Im November schreibt die Spielbank tiefrote Zahlen: Gäste aus dem Mittleren Osten räumen beim Roulette ab und gewinnen über 400.000 Euro.
2006 - Im Januar erweitert die Spielbank das Poker-Turnier-Angebot. Ab sofort stehen den Gästen pro Turnier 60 Plätze zur Verfügung. Die Turniere finden jetzt bereits an vier Tagen in der Woche statt.
- Von der "Goldenen 13" zur "Queen of Ohio" – die Spielbank feiert im März eine rauschende Jubiläumsparty zum 25-jährigen Bestehen des Automatenspiels.
- Führt das Casino die neuen BlackJack-Variante Joker-Jack ein: Hier können die Gäste ohne zusätzlichen Einsatz gelegentlich das Doppelte des Üblichen gewinnen.
2007 - Führt das Casino im März im Automatenspiel die sog. PokerPro-Tische ein. An vollelektronischen Tischen kann nun auch hier –live– gepokert werden. Im Klassischen Spiel wird wegen der ständig steigenden Pokernachfrage ein fünfter Turniertag pro Woche angeboten.
- Am 9. April knackt ein Stammgast im Automatenspiel einen JackPot mit einer Gewinnsumme von 261.055 Euro.
- Das Kurhaus feiert am 14. Mai seinen 100. Geburtstag. Das Casino spendiert ein Buch und seinen Gästen freien Eintritt.
- Ein BlackJack-Spieler gewinnt sagenhafte 700.000 Euro an einem Abend. Schwarzer Tag für das Casino.
- Zum 01.10. tritt das Nichtraucher-Schutzgesetz in Kraft, die Spielbank wird davon hart getroffen.
- Zum 31.12. muss das Casino sein erfolgreiches Online-Spiel einstellen. Ein weiterer Schwarzer Tag. Grund ist der neue Glücksspielstaatsvertrag.
2008 - Zum 01.01. tritt der neue Glücksspiel-Staatsvertrag in Kraft, der den Spielerschutz weit in den Vordergrund rückt und dazu neben dem Verbot des Online-Spiels auch eine Rezeption im Automatenspiel und drastische Einschränkungen bei der Werbung vorschreibt. Die Spielbank erleidet weitere starke Verluste.
- Führt das Casino die neuen BlackJack-Variante TWINS ein. Hier können die Gäste mit einem zusätzlichen Einsatz das bis zu 200-fache dieses Einsatzes erzielen.
- Am 19. August wird der Kurhaus-JackPot geknackt. Gewinnsumme: knapp 160.000 Euro.
- Die PokerPro-Tische im Automatenspiel werden aufgerüstet: Die absolute Neuheit des Bad Beat JackPot ermöglicht es den Gästen, ohne zusätzlichen Einsatz stattliche Zusatzgewinne zu erzielen.
2009 Im Mai erhält die bisherige Betreibergesellschaft von Stadt und Land die Konzession für weitere 10 Jahre, d.h. bis Ende 2020. 2010 Im Zuge der Konzessionserteilung verpflichten sich die Betreiber zu Investitionen, die sukzessive umgesetzt werden.
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