
Poker Turnierreglement der Spielbank Wiesbaden
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Dieses Reglement steht auch als PDF-Datei zum Nachlesen oder Ausdrucken zur Verfügung. Diesem Turnierreglement liegt die Poker-Spielregel der Spielbank Wiesbaden zugrunde.
Alle Turniere werden mit Buy-Ins und, je nach Ausschreibung, mit Rebuys und Add-On-Rebuys nach den folgenden Freeze-Out-System-Regeln gespielt:
1. Zielsetzung Das Ziel eines Freeze-Outs besteht darin, die Gegenspieler durch den Totalverlust ihrer Turnierjetons zum vorzeitigen Ausscheiden zu bringen und selbst so lange wie möglich im Spiel zu bleiben, vorzugsweise als Letzter sämtliche Turnierjetons der Gegenspieler gewonnen zu haben.
2. Buy-Ins und Rebuys Für das Buy-In sowie für jeden Rebuy erhält der Spieler, unabhängig von dem realen Geldbetrag, Turnierjetons in einer der Variante und Limitssteigerung entsprechenden Höhe zwischen 1.000- und 10.000,- €. Für einen eventuellen Add-On Rebuy - nach Ende der für jedes Turnier festgelegten Nachkaufzeit - erhält der Spieler 100% mehr Turnierjetons, als er für einen normalen Rebuy erhalten würde. Bei etwaigen Stornierungen oder Nichtanwesenheit zum Spielbeginn wird das Buy-In nicht zurückerstattet.
Ein Rebuy kann nur dann getätigt werden, wenn der aktuelle Stack des Spielers den für das Buy-In erhalten Betrag nicht übersteigt. Ein eventuell möglicher Add-On-Rebuy kann unabhängig von der Höhe des Stacks und der Anzahl der bereits getätigten Rebuys erfolgen, sofern der betreffende Spieler nicht zuvor ausgeschieden ist.
3. Preisgelder Die Preisgeldsumme (Summe aller Buy-Ins und Rebuys) wird wie folgt ausgeschüttet:
Sonderregelung für Montags-Turniere: Vom Preisgeld der Montags-Turniere werden 3 % für eine Over-All-Wertung, die am Ende eines jeden Quartals zur Ausschüttung kommt, einbehalten. Sofern mehr als 22 Teilnehmer an einem Montags-Turnier teilgenommen haben, werden für den 7.Platz 300,- € einbehalten. Die verbleibende Preisgeldsumme wird auf die Plätze 1-6 nach dem o.g. Schlüssel aufgeteilt. Die Spielbank behält sich vor, bei Special-Events und/oder außergewöhnlichen Umständen die Preisgeldstruktur kurzfristig zu modifizieren.
4. Zuweisung der Startplätze Die Startplätze werden durch Losentscheid zugewiesen. Bezahlte Plätze, deren Inhaber bei Turnierbeginn nicht anwesend sind, werden mit dem Turnier-Stack bestückt, dem bis zum Eintreffen des Platzinhabers die Antes/Blinds und ggf. Forced Bets entnommen werden, bei dessen Nichterscheinen bis zum vollständigen Verlust aller Chips. Freie oder freiwerdende Plätze können von weiteren Interessenten innerhalb der ersten Limitphase eingenommen werden (nicht möglich bei Turnieren bis 100,-€ Buy-In); gegen Bezahlung des Buy-Ins erhalten diese die entsprechende Summe Turnierjetons unter Abzug von 250 Turnierchips.
5. Setzpflicht Jeder Spieler ist verpflichtet, in jedem Coup das Ante, seinen Blind und ggf. den Forced-Bet zu bringen; Live Straddles sind nicht möglich.
6. Vorübergehende Abwesenheit Bei vorübergehender Abwesenheit eines Spielers wird das Ante/der Blind vom Dealer aus seinem Stack eingezogen. An den Platz des abwesenden Spielers werden auch seine regulären Eröffnungskarten ausgegeben, die bei Hold’em und Omaha nach Beendigung des Initial Deal sofort gemuckt (eingezogen) werden. Bei Stud wird ein ggf. zu bringender Forced-Bet dem Stack des abwesenden Spielers entnommen. Die Hand des abwesenden Spielers wird gemuckt, wenn er über den Forced-Bet hinaus einen Einsatz hätte bringen müssen. Sie gilt als gecheckt, wenn er, um im Spiel zu bleiben, hätte checken können.
7. All In Es werden Side-Pots gespielt. Wer kein volles Ante mehr bringen kann, geht auch mit dem Teilbetrag All-In. Sind so viele Spieler All In, dass keine Einsätze mehr getätigt werden können, müssen alle Spieler Ihre Hole Cards aufdecken. Die restlichen Karten werden für alle Spieler offen gegeben. Ansonsten ist das Öffnen der Hole Cards während des Spieles verboten.
8. Limit-Steigerung Das Ante (die Blinds) und die Limits werden nach vorgegebenem Zeitplan gesteigert. Über weitere Erhöhungen entscheidet die Turnierleitung.
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9. Balance the Tables Sobald zwischen zwei Tischen ein Unterschied von zwei Spielern entstanden ist, muss ein Spieler des stärker besetzten Tisches an den schwächer besetzten Tisch wechseln. Bei allen Hold’em Varianten muss derjenige Spieler des stärker besetzten Tisches (bei mehreren gleichstark besetzten Tischen derjenige mit der höchsten Tischnummer) an den schwächer besetzten Tisch wechseln, der als nächster den Big Blind zu bringen hätte. Bei Stud und Draw werden die entsprechenden Spieler ausgelost. Hierzu teilt der Dealer an dem stärker besetzen Tisch jedem Spieler eine Karte aus. Der Spieler mit der High-Card by Suit* muss an den schwächer besetzten Tisch wechseln. Sobald jeweils so viele Spieler ausgeschieden sind, wie bei Turnierbeginn an einem Tisch begonnen haben, wird ein Tisch aufgelöst, indem die Spieler durch Losentscheid den freien Plätzen der restlichen Tische zugeführt werden.
10. Race for Chips Mit einem „Race for Chips“ werden kleinere Jetonwerte, die nach einer Limit-Erhöhung nicht mehr zum Spiel benötigt werden, wie folgt aus dem Spiel genommen: Der Dealer wechselt von jedem Spieler die nicht mehr benötigten Jetonwerte soweit wie möglich, d.h. bis auf die nicht wechselbare Spitze (Odd-Chips). Am Chip-Race der 25er nehmen nur einzelne Odd-Chips teil, 2 und 3 Chips werden aufgerundet und in einen 100er gewechselt. Beim Chip-Race der 100er werden 3 und 4 Stücke aufgerundet und gewechselt, 1 und 2 Stücke nehmen am Chip-Race teil. Pro Odd-Chip teilt der Dealer jedem Spieler jeweils eine Karte aus, beginnend mit dem ersten Spieler zu seiner Linken, wobei jeder Spieler zunächst alle seine Karten erhält, bevor der nächste Spieler bedient wird. Der Spieler mit der High-Card by Suit erhält sämtliche Odd-Chips der Spieler seines Tisches zugesprochen und aufgerundet in größere Einheiten umgetauscht.
11. Zeitpunkt des Ausscheidens Ein Spieler gilt ab demjenigen Zeitpunkt als ausgeschieden, ab dem das Spiel, in dem er erfolglos All-In gegangen ist, vom Dealer durch Zuschieben des letzten Pots und der unmittelbar danach betätigten Tischglocke beendet ist. Besteht für den All In gegangenen Spieler die Möglichkeit eines Rebuys, so muss er unverzüglich seinen Status erklären.
Wenn zwei oder mehr Spieler im selben Spiel ausscheiden, hat derjenige den höheren Rangplatz, der dieses Spiel mit dem höheren Stack begonnen hatte.
12. Zwangsdeal Ist ein Turnier um 3:40 Uhr noch nicht regulär beendet, wird von der Turnierleitung angekündigt, dass spätestens um 03:45 Uhr das Turnier durch einen Zwangsdeal nach Chipcount beendet wird.
13. Entfernung von Turnierjetons Das Entfernen oder die Weitergabe von Turnierjetons an andere Spieler wird mit sofortigem Ausschluss der beteiligten Spieler vom Turnier geahndet.
14. Zuschauer Bei Turnieren an mehreren Tischen sind im Pokerbereich Zuschauer erlaubt.
15. Die Teilnehmer akzeptieren das Turnierreglement und auch die eventuell darüber hinausgehenden Entscheidungen der Turnierleitung.
16. Die Spielbank Wiesbaden behält sich vor, Preisgeldsummen und Namen der Turnierteilnehmer zu veröffentlichen.
17. Bitte beachten Sie, dass bei allen Veranstaltungen dieser Art auch Medien-Vertreter anwesend sein können, die in Wort und Bild berichten.
18. Änderungen dieser Turnierregeln bleiben vorbehalten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
* High-Card by Suit: die höchste Karte entscheidet. Bei gleichen Werten entscheidet die Farbe in der Reihenfolge ª, ©, ¨ und §. Stand: 01.07..2011
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